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Change Management

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Manfred Hoefler
26.03.2014
16:05

Bis zu 30.000 Euro kostet eine 2-tägige Managementklausur mit 12 Führungskräften. Oftmals verschwendetes Geld, in Anbetracht der meist mageren Ergebnisse. Denn nur, wenn die Klausuren ins Tagesgeschäft nachwirken, die wirklich wichtigen Themen angesprochen werden und ein gemeinsam getragenes Zukunftsbild entsteht, sind diese Workshops effizient.

Erfolglose Standard-Workshops lassen sich in drei Kategorien einteilen:

  • Der Klassiker: Stundenlange Powerpoint-Präsentationen, die wichtigsten Dinge werden aber im Vorfeld, am Abend an der Bar oder bilateral besprochen.
  • Der Team-Workshop: Man steigt in einem schönen Hotel ab, macht spannende Teamübungen im Klettergarten, lernt die Kollegen besser kennen, die Stimmung passt. Doch zurück im Firmenalltag laufen die Meetings und die Zusammenarbeit genauso holprig wie zuvor. Der Grund: Im Workshop fehlte der Management- und Geschäftsbezug, man lebte in der schönen Welt ohne für den Alltagstransfer zu sorgen.
  • Das inszenierte Erlebnis: Diesmal gönnt man sich etwas Besonderes. Ein toller Redner wird eingeladen, alle sind beeindruckt. Aber keiner kümmert sich darum, das Gelernte für den Alltag zu übersetzen.

Doch es geht auch anders. Klausuren können durchaus effektiv und nachhaltig sein.

Hier finden Sie einige Tipps, damit Ihre Führungsklausur die entsprechende Wirkung hat.

  • Geschäftsthemen und Teamerlebnisse werden in einen Workshop integriert, z. B. Lernen, besser zu kooperieren, Feedback zu geben, Stärken und Grenzen des Führungsverhaltens in einem Strategie-Workshop erleben, wo es um heiße Themen der Zukunft geht oder organisatorische Weichen zu stellen sind.
  • Thema wird einmal anders bearbeitet, z. B. mit möglichst wenig Powerpoint, mit den richtigen Settings (Einzelarbeit, Kleingruppen, Plenar) und Methoden, die guten Dialog ermöglichen.
  • Gute Vorbereitung: Ein Workshop ist kein Einzelerlebnis, sondern Teil eines Prozesses,
    d. h. es braucht eine gute Vorbereitung, ein maßgeschneidertes Design, eine professionelle Moderation und eine Verankerung der Ergebnisse im nächsten Management-Meeting.
  • Die Location unterstützt die Auszeit vom Tagesgeschäft auf besondere Weise. Damit ist aber nicht ein 5-Sterne-Hotel, sondern eine Arbeitsumgebung mit viel Licht, Möglichkeit zum Rausgehen ins Freie etc. gemeint. Ein Spaziergang dazwischen, ein guter Platz wo Konflikte ausgesprochen werden können, wirkt oft Wunder. In einfachen Gasthäusern und Hütten haben wir oft die besten Workshops erlebt. In anderen Situationen ist es wieder besonders wirksam, mitten im Geschehen zu sein. Eine Führungsveranstaltung mit 120 Teilnehmern, wo es um die strategische Lösung von Rollen bei Auftragsabwicklung eines Anlagenbauers ging, fand hautnah mitten in der Produktionshalle statt. Die Wirkung im Führungsteam und für die ganze Firma hätte nicht besser sein können.

Am Ende sind es ganz wenige, einfache Prinzipien, die entscheiden, ob ein Workshop wirkt. Menschen wollen raus aus der Tretmühle des Alltags, wollen wertschätzenden Dialog statt Politik, Gemeinschaftserlebnisse und in einer erfolgreichen Mannschaft „spielen“. Und das alles, um Ziele zu verfolgen, die Sinn machen und damit das Unternehmen und einen selbst weiterbringen.

Ein Praxis-Workshop zum Thema Managementklausuren findet am 20. Mai in Wien statt.

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