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Manfred Hoefler
28.04.2014
16:41

Workshops und Klausuren sind heute in fast allen Unternehmen üblich. Die Grundidee ist gut: raus aus dem Tagesgeschäft, um wichtige Themen in einem anderen Arbeitsmodus zu behandeln. Dennoch sind viele Klausuren ineffizient, obwohl alle relevanten Schlüsselpersonen zur selben Zeit am selben Ort sind.

Drei Klausurtypen charakterisieren 90 % der Workshops, die zwar viel kosten, aber am Ende (zu) wenig bringen.

Der Klassiker: Stundenlage PowerPoint-Präsentationen mit riesigen Excel-Tabellen, die Unterlagen werden im Vorfeld wochenlang vorbereitet. Die wichtigsten Dinge werden aber schon im Vorhinein ausgeschnapst.

Der Team-Workshop: Man steigt in einem schönen Hotel ab und macht spannende Teamübungen. Die Stimmung passt, aber zurück im Firmenalltag verlaufen die Meetings und die Zusammenarbeit genauso holprig wie zuvor. Der Grund: Im Workshop fehlte der Management- und Geschäftsbezug, man lebte in der schönen Welt ohne für den Alltagstransfer zu sorgen.

Das inszenierte Erlebnis: Diesmal gönnt man sich etwas Besonderes. Ein toller Redner wird eingeladen. Alle sind beeindruckt, aber keiner kümmert sich darum, das Gelernte für den Alltag zu übersetzen. Also eine gute Show aber die Führungskräfte bleiben Zuseher.

Es geht auch anders. Eine Führungsklausur, für die es sich lohnt Zeit, Energie und Geld zu investieren, folgt folgenden Prinzipien:

  • Geschäftsthemen und Teamentwicklung werden in einem Workshop gemeinsamen bearbeitet. Die Führungskräfte lernen gleichzeitig besser zu kooperieren, Feedback zu geben und erleben Stärken und Grenzen ihres Führungsverhaltens. 
  • Am Businessthema wird inhaltlich professionell und im Austausch miteinander gearbeitet, d. h. möglichst wenig PowerPoint, wirksame Settings und partizipative Methoden, die einen Dialog ermöglichen.
  • Zu einem Workshop gehören inhaltlich gut vorbereitete Unterlagen, ein passendes, gut durchdachtes Design und eine professionelle Moderation. Es müssen auch konkrete Arbeitsschritte überlegt werden, mit denen die Ergebnisse nach der Führungsklausur in Standard Managementmeetings verankert werden können.
  • Dialog und Lösungsfokussierung sind die zwei wesentlichen Zutaten damit Energie im Workshop fließen kann. Im Dialog tauschen sich die Teilnehmer über persönliche Erfolgsannahmen und Interessen aus und arbeiten immer wieder in unterschiedlichen Kleingruppen zusammen. So kommen sie gemeinsam zu neuen Lösungen. Denn nichts ist ermüdender als lange plenare Reden.
  • Die Location unterstützt den Arbeitsprozess und den Dialog. Dazu braucht man eine Arbeitsumgebung mit viel Licht, einen großen Raum ohne traditionelle U-Tafel oder Klassenraumbestuhlung. Ein Spaziergang dazwischen, ein guter Platz wo Konflikte gelöst werden können oder gemeinsamer Sport wirken oft Wunder.

Am Ende sind es ganz wenige einfach Prinzipien, die entscheiden, ob ein Workshop wirkt. Menschen wollen raus aus dem „Hamsterrad“ des Alltags, wollen wertschätzenden Dialog statt Politik, wollen Gemeinschaftserlebnisse und in einem erfolgreichen Team „spielen“. Und das alles, um Ziele zu verfolgen, die Sinn machen.

 

 

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