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Change Management

Consulting is our passion.


Frank Kuehn
18.02.2015
13:58

Wir wissen nicht, wie die Arbeit der Zukunft aussehen wird. Wir sehen nur, was sich hier und heute entwickelt und damit müssen wir aktiv umgehen. Deshalb nützt auch Warten nichts, wir müssen anfangen zu erproben, zu verstehen und zu gestalten.  

Ein Unternehmen ist auf einer ständigen Reise. Da wird die Arbeit mal so und mal so aussehen. Das muss uns keine Sorgen machen, wenn wir das gemeinsame Reisen gut organisieren und zu Ergebnissen kommen, die zu dem Zeitpunkt die Richtigen sind, und für die es Sinn und Spaß macht zu arbeiten. Die folgenden Überlegungen sind ein kleiner Reiseführer.

 

1. Zählen reicht nicht

Das Digitale Zeitalter eröffnet ganz neue Wege der Kommunikation und Vernetzung zwischen Men­schen, Märk­ten und Möglichkeiten. Wir zählen unser Leben in Versionen: Web 2.0, Industrie  4.0, Consulting  4.0. Je höher die Zahl, desto aufregender. Aber wie sehr wiegen diese Zahlen? Was ist uns wirklich wichtig? Darüber müssen wir uns verständigen.

 

2. Im Hier und Jetzt handeln

Wie gehen wir mit der Entgrenzung und Öffnung von Daten, Organisationen, Zeiten und Räumen um? Mutige Unternehmen experimentieren. Andere berufen sich fürsorglich auf die Work-Life-Balance und sperren allabendlich den Zugang zum betrieblichen Mail-Server. Entlastung oder Bevormundung? Eigenverantwortung und Selbstorgani­sation lernen wir jedenfalls so nicht.

 

3. Informierte Selbstorganisation oder totale Kontrolle

Der Geist der Öffnung und neue Arbeitsfreude durchweht die Organisation. Aber wie steht es um globale Plattformen, auf denen die Menschen sich um Aufträge bewerben, wo ihre Arbeit am PC mitgelesen wird und sie Sternchen-Feedback bekommen? Eine moderne, globale Sklavengaleere? Was für die einen ein Verlust an Selbstbestimmtheit bedeutet, bringt den anderen eine unverhoffte Chance auf Wohlstand. Das Digital Age ist auch eine interkulturelle Herausforderung.

 

4. Von außen nach innen organisieren

Adieu Taylorismus und hierarchische Machtfantasien. Engagement, Selbstorganisation und Kommunikation stehen im Mittelpunkt. Es geht darum, kundenzentriert zu arbeiten, eng zu kooperieren und schnell Lösungen zu liefern. Endlich formieren sich die Organisationen vom Markt her: Die täglichen Situationen mit dem Kunden müssen funktionieren, dort realisiert sich das Unternehmen.

 

5. Sich auf die Reise machen

Es ist in Ordnung, nicht alles zu wissen – vollständig informieren geht längst nicht mehr. Allerdings sind jederzeit genügend Informationen vorhanden, um damit einen Schritt vorwärts zu tun und Entscheidungen zu treffen. Auf einer Reise gibt es keine Endstation, nur Zwischenstationen. Hinter jeder Wegbiegung kann sich etwas Neues auftun. Wir müssen die Fähigkeit entwickeln, gemeinsam mit unseren Teams solche Reisen anzutreten. Das ist der Schlüssel.

 

6. Über das Verhalten verständigen

Wo vermeintliche Stabilität verloren geht, entstehen neuer Halt und Mut durch verlässliches Verhalten in Führung, Kooperation und Kommunikation. Wir müssen uns über konkretes Verhalten verständigen – Feedback reicht nicht, denn jeder hat individuelle Prioritäten, die leicht in Konflikte münden können und viel Kraft, Geld und Per­formance kosten. Beispielsweise möchte der eine gründlich, der andere lieber schnell arbeiten oder eine bastelt bereits an einem Konzept während die andere vorher darüber sprechen möchte. 

 

7. Wegweisenden Fragen Raum geben

Wir wissen nicht, wie die Zukunft der Arbeit aussieht, also müssen wir Fragen formulieren – immer wieder. Was heißt für uns Erfolg? Ist der eingeschlagene Weg richtig? Wie hilf­reich sind dafür unsere Vision, Strategie und Ziele, unsere Prozesse und Arbeitsweisen, Struk­turen, Rollen, Werte, Haltungen und Einstellungen? Das Arbeiten in der Organisa­tion gehört genauso dazu wie das Arbeiten an der Organisation. Schnell getaktet und auf allen Ebenen.

 

8. Mit Entwicklungen Schritt halten

Unternehmen müssen ständig interagieren, mitschwingen und ausloten, um ganz vorne mitspielen zu können. Aus statischer Organisation wird stetes Organisieren. Wie schnell stellen wir immer wieder alles, worüber wir uns verständigt haben, in Frage? Was bedeuten „dauerhafte“ Wettbewerbs­vorteile und „nachhaltige“ Strategie? Ein Monat, ein halbes Jahr, 5 Jahre, 20 Jahre? Darüber brauchen wir ein Verständnis zwischen den Menschen, sonst mündet die Arbeit in Blindleistung, Scheingefechte und Frustration.

 

9. Ständig reflektieren und entwickeln

Continuous Improvement bekommt eine neue Dimension. Die ganze Unternehmensgestaltung wird auf die Zeitachse gebracht. Räume für Volatilitäten und Optionen werden geschaffen, Plattformen für Austausch und Verständigung eingerichtet, Labs fürs Experimentieren und Gestalten genutzt. Arbeit und Organisation sind ein ständiger, eng vernetzter und pulsierender Kreislauf zwischen Verstehen, Verständigen und Ausführen. Das ist übrigens schon heute so, wir müssen nur lernen, es zu mögen.

 

 

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