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Hans Bodingbauer
03.06.2015
10:54

Der IQ ist entscheidend für Leistungsfähigkeit und Erfolg. Diese Annahme war über viele Jahre weit verbreitet. Aber dann entdeckte man, dass nicht die Menschen mit dem höchsten Intelligenz Quotienten die Erfolgreichsten sind. 

Weder Ausbildung, Erfahrung, Wissen oder Intelligenz sind verlässliche Indikatoren dafür, warum die einen erfolgreich sind und andere nicht. Etwas anderes ist maßgeblich dafür verantwortlich wie unser Leben gelingt,1 nämlich Emotionale Intelligenz.

Was ist Emotionale Intelligenz?

EI ist die Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle korrekt wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen. Auf diese Weise schaffen wir es, unsere Persönlichkeit so zu managen, dass unser (Zusammen-)Leben funktioniert.

Emotionen haben die Oberhand

Täglich stehen wir vor der Herausforderung, mit unseren Emotionen umzugehen, denn unser Gehirn ist grundsätzlich so angelegt, dass die Emotionen die Oberhand haben. Alle elektrischen Impulse, die von unseren Sinnesorganen zum Gehirn unterwegs sind, müssen durch das limbische System, dem Sitz unserer Gefühle. Dort werden alle Reize zunächst einer Interpretation unterzogen und werden erst dann zum Großhirn weitergeleitet. Das bedeutet, dass unsere Gefühle schneller sind als unser Denken. In vielen Situationen ist das auch überlebenswichtig, weil wir dadurch nicht warten müssen, bis unser Großhirn die Lage ausreichend analysiert hat. So reagieren wir etwa in gefährlichen Situationen sehr schnell und oft auch „instinktiv“ richtig.

Das limbische System und das Großhirn beeinflussen sich gegenseitig und stehen in ständiger Kommunikation. Je besser diese Kommunikation ist, desto höher ist unsere Emotionale Intelligenz: Herz und Hirn funktionieren im Einklang und die Qualität unserer Entscheidungen nimmt zu.

EI beeinflusst Leistungsfähigkeit und Führungsqualität

Dass EI die wichtigste Komponente erfolgreicher Führung und persönlicher Güte (personal excellence) ist, zeigte eine Studie aus dem Jahr 20092. Dieselbe Untersuchung ergab, dass EI zu 58% die berufliche Leistungsfähigkeit bestimmt.

Da die Emotionale Intelligenz die Leistungsfähigkeit von Führungskräften und Mitarbeitern wesentlich beeinflusst, ist sie in den letzten Jahren zu einem wichtigen Bestandteil vieler Personalentwicklungsprogramme geworden. Im Gegensatz zum Intelligenz Quotienten (IQ) oder der Persönlichkeit ist EI nämlich sehr gut entwickel- und veränderbar, und das ein ganzes Leben lang.

Wie Sie Ihre Emotionale Intelligenz und die Ihrer Mitarbeiter fördern können, darüber werde ich in meinem nächsten Blog schreiben.

 “A leader’s intelligence has to have a strong emotional component. He has to have high levels of self-awareness, maturity and self-control. She must be able to withstand heat, handle setbacks and when those lucky moments arise, enjoy success with equal parts of joy and humility. No doubt emotional intelligence is more rare than book smarts, but my experience says it is actually more important in the making of a leader. You just can’t ignore it.”

Jack Welch, speaking to the Wall Street Journal

1 Patrick Lencioni Vorwort zu Emotional Intelligence 2.0

2 Travis Bradberry und Jean Greaves 2009

Buchtipp: Daniel Goleman, Soziale Intelligenz – Wer auf andere zugehen kann, hat mehr vom Leben

 

 

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