Bundesministerium für Finanzen

Ausgliederung des Bundesrechenzentrums

Die Bundesrechenzentrum GmbH wurde per 1. Jänner 1997 aus dem Bundesministerium für Finanzen ausgegliedert. Damit wurde die Vision eines strategischen IT-Leistungs- und Kompetenzzentrums der Bundesverwaltung und der gesamten öffentlichen Verwaltung erfüllt. In einem Prozess von weniger als sechs Monaten mussten die Konzepte erarbeitet und der Geschäftsbetrieb als GmbH vorbereitet werden:

  • Ein Ausgliederungskonzept wurde unter hohem Zeitdruck erstellt.
  • Führungskräfteentwicklung und Organisationsgestaltung wurden unterstützt.
  • Als Basis für eine erfolgreiche Unternehmenssteuerung wurde eine Balanced-Scorecard entwickelt und eingeführt.

Das Bundesrechenzentrum ist marktführender eGovernment-Partner in Österreich und auf Rang vier im nationalen Ranking der gesamten IT Service-Provider. Österreich wird nicht zuletzt durch diese Ausgliederung in vielen IT-Bereichen (beispielsweise im Bereich der eGovernment-Anwendung „Help-GV“) durch Studien und Benchmark-Untersuchungen eine europaweit führende Stellung bestätigt.

Ihr Ansprechpartner
Manfred Höfler

 

Reform der Finanzverwaltung

Die österreichische Finanzverwaltung wurde ab 2001 in einem mehrjährigen Change-Prozess von Grund auf reformiert. Die Anzahl der Behörden sowie der organisatorischen Ebenen wurde um rund die Hälfte reduziert und die Servicequalität deutlich gesteigert. Im Regierungsprogramm 2003 wurde eine systematische Senkung der in Unternehmen durch gesetzliche Informationsverpflichtungen – aufgrund der bestimmte Informationen bereitzuhalten und unaufgefordert oder auf Verlangen anderen Institutionen oder Personen zur Verfügung zu stellen sind – entstehenden Verwaltungskosten beschlossen. Bis 2012 soll eine Entlastung von 25 %; das heißt mehr als 1 Mrd. €, für Österreichs Unternehmen erreicht werden.

  • ICG quantifizierte die Verwaltungskosten und schaffte somit eine fundierte Basis für Reduktionsmaßnahmen.
  • ICG simulierte die Auswirkungen konkreter Entlastungsmaßnahmen durch die Analyse der Maßnahmen bzw. der zugrundeliegenden Unternehmensprozesse.

Die verbesserte Abwicklung zwischen Wirtschaft und Verwaltung (und zwischen öffentlichen Stellen) führt zu einem massiven volkswirtschaftlichen Effekt, der langfristig auf 1 bis 1,5 % des BIP an zusätzlicher Wertschöpfung geschätzt wird (gemäß Niederländischem Central Planning Bureau sowie Hochrechnungen im WIFO-Weißbuch: Modellsimulationen wirtschaftspolitischer Maßnahmen).

Ihr Ansprechpartner
Manfred Höfler

 

Wachstum durch Entlastung - Verwaltungskosten senken für Unternehmen 

Die Erfüllung zahlreicher vom Staat vorgegebener Informationsverpflichtungen verursacht in Unternehmen hohe Verwaltungskosten. Das Ziel des Projekts war eine Quantifizierung der aus bundesgesetzlichen Informationsverpflichtungen für Unternehmen resultierenden Verwaltungskosten sowie die Schaffung einer fundierten Basis für Reduktionsmaßnahmen.

  • Festlegung der Projektinfrastruktur und des Projektumfangs
  • Vorbereitung der Basiserhebung
  • Befragung von ausgewählten Unternehmen
  • Aufbereitung und österreichweite Hochrechnung der Ergebnisse

Ihr Ansprechpartner
Günter Kradischnig

Hochrechnung von Umfrageergebnissen und Maßnahmenfindung für die Initiative "Bürger/-innen in Verwaltungsverfahren entlasten"

  • Hochrechnung von Rohdaten einer Stichprobenbefragung auf das nationale Niveau für alle Bürger/-innen Österreichs (SKM-Methode für Bürger/-innen)
  • Planung und Moderation von Workshops in den zuständigen Ministerien zur Generierung von möglichst vielen realisierbaren Maßnahmen zur Entlastung der Bürger/-innen
  • Beschreibung der Maßnahmen und Quantifizierung der Entlastungswirkung der Maßnahmen

Ihr Ansprechpartner
Günter Kradischnig