NRW KULTURsekretariat

Untersuchung zu Kooperationsmöglichkeiten der großen Stadttheater im Ruhrgebiet im nichtkünstlerischen Bereich 

Im Auftrag der Kulturdezernenten der Städte Bochum, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Hagen und Oberhausen und des NRW KULTURsekretariats waren Ansatzpunkte für Kooperationen der Theater der sechs Städte im nichtkünstlerischen Bereich zu identifizieren und die damit verbundenen Potenziale einzuschätzen. Dabei waren die besonderen Voraussetzungen der Theater zu berücksichtigen.

Der Untersuchungsschwerpunkt lag auf dem Gebäudemanagement. Außerdem wurden Marketing, Verwaltung sowie Ankauf, Beratung und Logistik für Technik analysiert. In die Untersuchung einbezogen wurden – mit Blick auf eine mögliche Übertragbarkeit – die Umsetzungserfahrungen mit den Modellen der Bundestheater-Holding GmbH in Wien und der Stiftung Oper in Berlin.

Mit der Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Culture Concepts-ICG culturplan liegt erstmals eine realistische Potenzialbewertung vor. Vor allem im Einkauf, aber auch im Ticketing sowie im Investitionsbereich sind Synergien möglich. Die zu erwartenden Effekte können aber nur kleinere Beiträge zur Erfüllung der Sparauflagen der Städte leisten. Für den Bereich Verwaltung fällt die Analyse hingegen negativ aus. Sinnvolle Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Logistik beschränken sich auf einzelne Theater.

Konkrete Empfehlungen sind:

  • Die Errichtung einer elektronischen Einkaufsplattform der Theater;
  • die Einrichtung eines gemeinsamen Call-Centers;
  • die Entwicklung einer Dachmarke;
  • im Investitionsbereich die Einrichtung einer interkommunalen Fachgruppe.

Die Modelle Wien und Berlin – abgesehen davon, dass sie keine Kooperationsmodelle sind – haben wesentliche Einspareffekte durch die Gründung von Zentralwerkstätten erreicht. Im Untersuchungszusammenhang sind sie damit nicht auf die Situation in NRW übertragbar.

Ihr Ansprechpartner:
Dieter Haselbach
Lutz Hempel